Kristallisatoren

Kristallisation ist ein Behandlungssystem für Marmor, Terrazzo und Granitflächen. Dabei handelt es sich um bestimmte Produkte, die nach einer chemischen Reaktion die Oberfläche härten, sie versiegeln und vor von außen kommenden Mitteln schützen.  Damit wird ein natürlicher, rutschfester und langandauernder Spiegelglanzeffekt erzeugt, der Fußgängerverkehr und Fussspuren gegenüber resistent ist. Ein regelmäßiges Pflegen mit Kristallisation hält den Boden in perfektem Zustand und vermeidet den Verschleiß durch starken Fußgängerverkehr und andere äußere Faktoren.

K2F Azul – Coor & Kleever

Beseitigt jede Art von Schmutzrückständen auf dem Boden, versiegelt Poren und und erzeugt eine Grundkristallisation, die eine weitere Kristallisation mit White K1 oder Pink K2 verbessert und leichter macht.

K3 Sello – Coor & Kleever

Bestehend aus Wachsen und Harzen, wurde dieses Polier- und Abdichtungsmittel für den Gebrauch an harten Böden aus Marmor, Terrazzo, Beton und Granit entwickelt.

KM POWDER – Coor & Kleever

Kristallisationspuder für Mamor, Terrazzo und Keramikfliesen. Seine Zusammensetzung mit anderen aktiven Teilen garantiert einen Kristallglanz und Schutz für den Boden.

VITRIDUR – Coor & Kleever

VITRIDUR – ein extra harter Kristallisator für Marmor, speziell entwickelt zum Glasieren, Kristallisieren und Pflegen von Oberflächen, die Calciumcarbonat enthalten.

Kristallisation härtet und schützt

Eine Kristallisation eignet sich hervorragend zur Härtung und Aufarbeitung von
kalkhaltigen Naturwerksteinbelägen

Kristallisation – was ist das?

Durch das Kristallisieren von Naturwerksteinböden wird eine kristalline und dichte Mikrostruktur auf Marmor, Granit oder vergleichbare kalkhaltige Steinbeläge hergestellt. kristallisation - Polieren

Als erstes wird eine Fluorkieselsäure auf die Oberfläche aufgesprüht. Es entsteht  eine chemische Verbindung mit Calciumcarbonat, d.h. Kalk, so kann Calcium-fluorosilikat entstehen.
Dies wird sichtbar als kristalline Politur auf der Steinoberfläche.

Für eine professionelle Kristallisation ist es erforderlich, neben der Fluorkieselsäure die aufgesprüht wird, auch eine gute und schwere Kristallisations-Maschine mit dazugehörigen Stahlwollpads einzusetzen. Eine hochwertige Maschine erkennt man an ihrer Drehzahl und am Gewicht. Auch die Abrassiv-Wirksamkeit und die Wicklung der Stahlwollpads sind für ein gutes Kristallisations-Ergebnis sehr wichtig.

Ein Kristallisations-Verfahren eignet sich für fast alle Calciumcarbonathaltige Gesteinsarten wie z.B. Marmor, verwandte Marmor-Steinsorten, Kalksteine und natürlich Terrazzobeläge. Abgelaufene und stumpfe Steinoberflächen werden durch das Kristallisieren wieder mit einer Politur-Oberfläche versehen. Dadurch wird bei neu verlegten Naturwerkstein-Belägen auch die Abnutzung wesentlich verlangsamt.

Eine optimale Qualität und Güte einer fachlich durchgeführten Kristallisation wird hauptsächlich durch ein professionelles, hochwertiges und komplett aufeinander abgestimmtes Kristallisations-System gewährleistet.

Das verwendete Kristallisations-Produkt sollte also, in diesem Fall die Fluor-kieselsäure, in seiner chemischen Reaktionsfähigkeit über ein Höchstmaß an Umwandlungsfähigkeit verfügen, um eine kristalline und harte Mikro-Oberflächen-Struktur erzeugen zu können.

Erst nach diesem Prozess kann man von einem verbesserten Oberflächenschutz sprechen. In der Regel geht man davon aus, das ein Produkt zur Kristallisation am besten ist, welches die meisten Stundenleistungen für den Verarbeiter verspricht, dem ist nicht so.

Produkte zur Kristallisation, die hauptsächlich Wachs- oder Harz-Komponenten vorweisen, erzeugen bei einer Kristallisation einen augenscheinlich schnellen Glanz. Leider täuscht hier der Schein, da die Abrieb-Festigkeit bzw. die Lebens-dauer maßgeblich vom Grad der Verfestigung abhängt.

Wir empfehlen deshalb dem Anwender oder Auftraggeber vor der Vergabe der Leistungen genau auf die Merkmale der Qualität, d.h. des gesamten Kristallisationssystem zu achten und diese sorgfältig zu prüfen.

Auf dem Markt werden zwischenzeitlich hochwertige Kristallisations-Produkte angeboten, die eine sehr hohe Dichte und ein hoher Verfestigungsfaktor aufweisen, dadurch wird die Trittsicherheit nach den gesetzlichen Bestimmungen
auf jeden Fall eingehalten.

Eine gut durchgeführte und qualitativ hochwertige Kristallisation bietet aber noch lange keinen Schutz gegen Säuren und Bildung von Flecken d.h. sie stellt keine Alternative zu einer anschließend notwendigen Fleckschutz-Imprägnierung dar. Nur das Eindringvermögen von Flüssigkeiten wird durch die Mikrostruktur, die sehr dicht geworden ist weitgehend gemindert.

Das Fugen- und Dehnfugenmaterial wird durch eine Kristallisation nicht angegriffen. Durch die schwache Dosierung der Fluorkieselsäure wird sogar ein gewisser Reinigungseffekt bewirkt. Das gleiche gilt auch für Silikonfugen, diese sind eh gegen über Säuren unempfindlich.

Wichtig zu wissen!

Ein neu verlegter Boden muss vor einer Kristallisation vollständig trocken sein. Um dies festzustellen empfehlen wir immer vor der Behandlung eine Feuchtigkeitsmessung vorzunehmen.

Wie bereits erwähnt, erhält ein neu verlegter Boden durch die Kristallisation von Anfang an einem verbesserten Oberflächenschutz gegen Abnutzung und alltäglichem Gebrauch.

Ausführung:

Man benötigt vor allem eine schwere Schleif- und Poliermaschine von mind. 60 bis 70 kg. Diese sollte über eine Drehzahl von zirka 120 bis 140 Umdrehungen pro Minute verfügen.
Weiterhin sollten hauptsächlich Stahlwollpads oder Edelstahlwolle verwendet werden.

Wie viel qm man kristallisieren kann, hängt hauptsächlich vom Kristallisations-produkt und dem Zustand der Oberfläche ab. Realistisch sind durchschnittlich ca. 4 bis 8 qm pro Stunde je nach der Qualität des eingesetzten Materials und des Oberflächenzustandes.

Kleinere und schwer zugängliche Stellen müssen natürlich mit einer entsprechenden Kleinstmaschine behandelt werden.

Gut zu wissen:

Bodenbeläge aus Werksteinen können alternativ auch mit Versiegelungen, Wachs-beschichtungen oder anderen Verfahren behandelt werden. Aber die Vorteile einer Kristallisation überwiegen bei kalkhaltigen Naturwerksteinen auf jeden Fall diesen konventionellen Behandlungsmethoden.

Noch einmal:

Eine durchgeführte Kristallisation als alleiniger Schutz gegen alle Gebrauchsanforderungen dem ein Werksteinbelag ausgesetzt ist, reicht ohne eine zusätzliche Fleckschutz-Imprägnierung nicht aus.

Haltbarkeit:

Die Lebensdauer einer durchgeführten Kristallisation hängt bei abgenutzten Belägen im Wesentlichen vom Oberflächenzustand ab, den dieser hat. Ein Oberflächenbelag mit sehr starken Verschleißerscheinungen sollte auf jeden Fall vor der Kristallisation geschliffen werden, sonst wird die Lebensdauer wesentlich verringert.

Natürlich ist die Haltbarkeit auch abhängig von der Frequentierung der Oberflächen.

In sehr hochfrequentierten Zonen sollte eine Kristallisation in regelmäßigen Ab-ständen durchgeführt werden.

In verschiedenen Hotels in der USA, Fernost und auch in Europa wird die Permanent-Kristallisation auf edlen Marmorböden seit Jahren regelmäßig erfolgreich eingesetzt.
Durch eine regelmäßige Kristallisation wird die Oberflächenschutzschicht immer wieder erneuert ohne den eigentlichen Naturwerksteinbelag dabei abzunutzen.

Reinigung

Zur laufenden Reinigung von kristallisierten Oberflächen eignet sich am besten ein ph-neutraler Alkohol-Reiniger. Produkte mit Wachsanteile oder hoher Rückfettung sollten nicht angewandt werden.

Säurehaltige Produkte oder stark alkalische Reinigungsmittel haben eine Schädigung des Belages zur Folge.

Kosten für eine selbst durchzuführen Kristallisation

Für eine selbst durchzuführend Kristallisation mit einer kompletten Ausrüstung, d.h. einer leistungsfähigen Kristallisationsmaschine muss man mit einer Investition von ca. 3.000 bis 5.000 Euro rechnen.